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Aufgaben externer Wirtschaftsprüfer

Externer Wirtschaftsprüfer schreibt auf Papier

Wenn ein externer Wirtschaftsprüfer zur Jahresabschlussprüfung anrückt, kann das zunächst nach Stress klingen. Doch keine Sorge, das Ganze läuft in klaren Schritten ab, und mit der richtigen Vorbereitung ist die Prüfung viel einfacher zu meistern, als viele denken. Du willst wissen, was Dich erwartet und wie Du Dich optimal vorbereiten kannst? Lass uns mal einen tiefen Blick auf den Ablauf und die Vorbereitung einer Jahresabschlussprüfung werfen.

Was macht eigentlich ein externer Wirtschaftsprüfer?

Ein externer Wirtschaftsprüfer ist dafür zuständig, zu überprüfen, ob Dein Jahresabschluss korrekt ist und den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Kurz gesagt: Der Prüfer schaut, ob alles mit rechten Dingen zugeht – von der Bilanz über die Gewinn- und Verlustrechnung bis hin zu Deinem Lagebericht, falls es einen gibt. Dabei gilt es nicht nur, formale Kriterien zu erfüllen, sondern auch die finanzielle Gesundheit Deines Unternehmens zu bestätigen.

Der Ablauf einer Jahresabschlussprüfung: Schritt für Schritt

Damit Du weißt, was auf Dich zukommt, hier der Ablauf einer typischen Jahresabschlussprüfung:

  1. Planungsphase
    In dieser Phase plant der Wirtschaftsprüfer die Prüfung. Das bedeutet, dass er das Unternehmen und sein Umfeld analysiert, mögliche Risiken identifiziert und festlegt, wie tief er in die Materie einsteigen muss. Ein wichtiger Punkt ist hier die Frage: Wo könnten die größten Risiken liegen? Typischerweise werden in dieser Phase auch der zeitliche Ablauf und die benötigten Dokumente festgelegt.Tipp: Sorg dafür, dass Du bereits hier einen klaren Zeitplan mit dem Prüfer vereinbarst. So vermeidest Du unnötigen Stress später.
  2. Vorprüfung
    In der Vorprüfung, die oft schon vor dem Jahresende stattfindet, geht es darum, die Buchhaltung zu durchleuchten. Der Prüfer schaut sich stichprobenartig an, wie gut Deine internen Kontrollen funktionieren, und ob die Buchführung sauber läuft. Hier wird meist noch kein vollständiger Jahresabschluss geprüft, aber es können bereits erste Schwachstellen aufgedeckt werden​.
  3. Hauptprüfung
    Sobald der Jahresabschluss steht, kommt die Hauptprüfung. Hier geht der Prüfer noch tiefer in die Materie und überprüft die Finanzberichte gründlich. Besonders im Fokus stehen dabei oft die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und der Anhang. Der Prüfer verwendet dabei oft eine risikoorientierte Stichprobe, um sicherzustellen, dass alles stimmt​.
  4. Abschlussgespräch und Prüfungsbericht
    Nachdem die Prüfung abgeschlossen ist, setzt sich der Prüfer mit Dir zusammen, um die Ergebnisse zu besprechen. Es wird darüber gesprochen, ob es Beanstandungen gab und wie diese zu beheben sind. Am Ende steht ein Prüfungsbericht, der entweder alles für in Ordnung befindet oder auf bestimmte Korrekturen hinweist.

Tabelle: Phasen der Jahresabschlussprüfung

PhaseBeschreibungZeitrahmen
PlanungsphaseAnalyse des Unternehmens und Festlegung der PrüfstrategieVor Jahresende
VorprüfungPrüfung der Buchhaltung und internen KontrollenVor Jahresende
HauptprüfungDetaillierte Prüfung des JahresabschlussesNach Jahresende
AbschlussphaseAbschlussgespräch und Übermittlung des PrüfungsberichtsNach der Hauptprüfung
eine Frau, die an einem Schreibtisch sitzt und einen Laptop-Computer benutzt und die Jahresabschlussprüfung macht
Photo by Vitaly Gariev

Vorbereitung auf die Prüfung: So bist Du bestens gerüstet

Eine gute Vorbereitung ist das A und O, damit die Prüfung reibungslos abläuft. Hier einige Tipps, wie Du Dich optimal auf die Jahresabschlussprüfung vorbereiten kannst:

  1. Frühzeitig den Kontakt suchen
    Sobald Du weißt, dass eine Prüfung ansteht, solltest Du den Kontakt zum Wirtschaftsprüfer suchen. Klärt gemeinsam, welche Unterlagen und Daten benötigt werden. Idealerweise gibt es eine Möglichkeit, die Daten digital zu übermitteln, damit nichts verloren geht und alles gut vorbereitet ist.
  2. Dokumente vorbereiten und sortieren
    Sammle alle relevanten Dokumente, bevor die Prüfung beginnt. Dazu gehören z. B. Belege, Rechnungen und Verträge. Sortiere sie am besten nach Bilanzposten, damit Du bei Fragen schnell darauf zugreifen kannst. Viele Prüfer bevorzugen eine digitale Übermittlung der Daten, was den Prozess beschleunigt und für beide Seiten komfortabler ist​.
  3. Interne Kontrollen checken
    Bevor der Prüfer Deine internen Abläufe unter die Lupe nimmt, solltest Du sie selbst noch einmal durchgehen. Funktioniert das Vier-Augen-Prinzip? Gibt es Schwachstellen in den Abläufen? Falls ja, kümmere Dich rechtzeitig darum, sie zu beheben, bevor die Prüfung startet.
  4. Bilanzierungsfragen klären
    Hast Du spezielle Fragen zur Bilanzierung oder Buchhaltung? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um diese mit dem Prüfer zu besprechen. So kannst Du sicherstellen, dass alles korrekt erfasst ist und es keine bösen Überraschungen gibt.
  5. Unternehmenspräsentation vorbereiten
    Erstelle eine Präsentation, die den Wirtschaftsprüfern einen umfassenden Überblick über Dein Unternehmen gibt. So können sie sich schneller ein Bild von Deiner Situation machen und besser verstehen, wo mögliche Risiken oder Besonderheiten liegen​.

Tabelle: Wichtige Schritte zur Vorbereitung

SchrittBeschreibung
Frühzeitige KontaktaufnahmeDen Wirtschaftsprüfer rechtzeitig einbinden
Dokumente vorbereitenAlle relevanten Unterlagen sortiert bereithalten
Interne Kontrollen prüfenMögliche Schwachstellen in den Abläufen aufdecken
Bilanzierungsfragen klärenOffene Fragen vorab mit dem Prüfer besprechen
Unternehmenspräsentation erstellenEinen Überblick über das Unternehmen für den Prüfer bieten
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, die tagsüber auf einem Stuhl vor einem Tisch sitzen und Stifte in der Hand halten
Photo by Dylan Gillis

Häufige Fehler und wie Du sie vermeidest

Auch wenn Du Dich gut vorbereitest, kann es immer mal zu Fehlern kommen. Hier einige der häufigsten Stolpersteine und wie Du sie umgehst:

  • Fehlerhafte oder unvollständige Dokumente: Achte darauf, dass alle Belege vollständig sind. Fehlen Dokumente, kann das die Prüfung verzögern.
  • Unklare Buchungen: Wenn Buchungen nicht eindeutig nachvollziehbar sind, kann der Prüfer sie beanstanden. Sorg dafür, dass jede Buchung klar dokumentiert ist und im Zweifel mit Belegen untermauert werden kann.
  • Mangelnde Kommunikation: Halte den Prüfer stets auf dem Laufenden und sei erreichbar für Rückfragen. Klare Kommunikation hilft, Missverständnisse zu vermeiden und den Prüfungsprozess zu beschleunigen​.

Fazit: Prüfung als Chance verstehen

Eine Jahresabschlussprüfung mag wie eine lästige Pflicht erscheinen, aber sie bietet Dir auch die Chance, Dein Unternehmen noch besser zu verstehen. Ein externer Wirtschaftsprüfer ist nicht Dein Gegner, sondern Dein Partner. Gemeinsam könnt Ihr die Schwachstellen identifizieren und verbessern, damit Du für die Zukunft bestens gerüstet bist.

Wenn Du die Prüfung rechtzeitig planst und Dich gut vorbereitest, wird der Prozess deutlich entspannter verlaufen, und Du kannst sogar wertvolle Erkenntnisse für Dein Unternehmen gewinnen.

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